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Alles unter 1000 m ist kein Berg!

… Das ist mit eine der wichtigsten Erkenntnisse, die wir beim Wandern und Durchstreifen des Thüringer Waldes gesammelt haben.

Mit Wir sind einige Sipplinge und Gruppenleiterinnen der VCP-Stämme Butjenter Friesen und Wildgänse Nordenham gemeint. Mit ingesamt 14 Personen zwischen 12 und 38 Jahren sind wir am 12.08.15 am Bahnhof Nordenham gestartet und am frühen Nachmittag in Eisenach angekommen,  wo wir die erste Nacht verbracht haben. Am Bahnhof angekommen standen wir wortwörtlich schon vor der ersten Steigung, die uns Norddeutsche doch einiges abverlangte, denn es ging Steil bergauf.

Wir übernachteten mit einem Superausblick über die Stadt – und mit dem Problem, dass die Zeltwiese den Untergrund einer Schlackebahn hatte und unsere selbstgeschnitzten Herringe darin nicht hielten…nicht,  dass wir sie heile rein bekommen haben. Aber irgendwann standen unsere 3 Koten und wir konnten unsere erste Nacht im Thüringer Wald genießen.

Am nächsten Tag ging gegen es 09:00 Uhr weiter hoch zur Wartburg! Dort angekommen kümmerten sich Carsten und Maxi um Karten für eine Führung. Maxi war gerade dabei, zu erklären, dass die Führung um 09:50 Uhr starten würde und dass es nun auf seiner Uhr doch 09.08 Uhr sei und wir dementsprechend noch 40 Minuten Zeit hätten, als der Einwand kam, es könne nicht sein, dass wir um Neun unten bei der Ev. Bildungsstätte in Eisenach gestartet sind und die Strsommer_wanderung_2015_09ecke von ca. 1,5  km, den Hügel rauf, in nur 8 Minuten geschafft haben… ?Woraufhin uns eine andere Uhr sagte, es sei doch schon 09:40 Uhr und wir zusehen mussten, dass wir die Führung durch die Wartburg nicht verpassen! Von da an begleitete uns die allgegenwärtige Uhrzeit von 09.08 Uhr durch die  gesamte weitere Fahrt als „Running Gag“ und sorgte dafür, dass das Wandern durch den Thüringer Wald zu einer zeitlosen Sache wurde, wo Weg und angepeiltes Ziel grössere Bedeutung erhielten, als die Dauer oder die Tageszeit.

Nach der Wartburg folgte die Drachenschlucht, die echt super schön ist, aber an einigen Stellen nichts für Menschen, die durch ihren Rucksack breiter sind als so ca. 60 cm, denn diese könnten stecken bleiben :-).

Nach einem kleinen nicht ganz eingeplanten Umweg über Wolfsburg (- Unkenroda) kamen wir dann etwas später als geplant am Altenburger See an. Damit ging der erste ganze Wandertag zu Ende und wir hatten alles zusammen knappe 20 km Hügel hoch und runter geschafft. Die Strecke am nächsten Morgen startete gleich mit einem bösen Schild: 1,8 km bei 11 % Steigung! Dementsprechend kaputt waren wir, als wir oben auf dem Rennsteig ankamen. Die weiteren 2 Tage Wandern, mit jeweilssommer_wanderung_2015_11 auch so knapp um die 20 Km, waren eher unspektakulär, weil man sich an das Laufen und Schleppen gewöhnt hatte – auch,  wenn wir natürlich so manche Aussicht noch genossen und so manches Haus bewundert haben.

 

 

Am Samstag kamen wir dann an unserem Ziel in Friedrichroda an, wo das Landeslager des VCP Mitteldeutschland stattfand und wir mit ca. 80 anderen PfadfinderInnen zusammentrafen. Das Schönste bei der Ankunft war, dass auf dem Zeltplatz schon unsere Jurte stand und noch viel wichtiger: Die Küche, die das gesamte Landeslager versorgte, war fest isommer_2015_09n Butjenter Hand.  Somit war klar, wo man hingeht,  wenn man Langeweile, Hunger oder Probleme hat. Neben Eva und Dennis, die die Küche mit organisierten, kamen noch 5 Leute aus der Heimat nach , die an der Wanderung nicht teilnehmen konnten, so dass wir nicht mehr 14, sondern plötzlich 21 „Butjenter“ waren und somit eine der größten Gruppen im gesamten Lager.

Das Landeslager selbst war recht schön, wenn auch das Wetter eher nass als sonnig war. Die Stimmung gerade innerhalb unserer „Butjenter-Gruppe“ war gut und es fand sich immer jemand, den man kannte und mit dem man schnacken oder blödeln konnte. Auch die Kontaktaufnahme zu den PfadfinderInnen aus Mitteldeutschland verlief super und so mancher Kontakt ist zustande gekommen, den man spätestens auf anderen Aktionen wie dem Kirchentag 2017  gerne wieder aufnimmt.

Im Grossen und Ganzen: Es war eine tolle Zeit und  sie hat so manche schöne Erfahrung und Geschichte mit sich gebracht!

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